Freie Wohlfahrtspflege Bayern

Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege Bayern sind als Landesarbeitsgemenschaft zusammen geschlossen. Im Januar 2013 wurde die ehemalige Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Bayern (LAGFW) in Freie Wohlfahrtspflege Bayern umbenannt.

 

Die Freie Wohlfahrtspflege Bayern unterstützt ihre Mitglieder durch Koordination und Absprachen bei der Realisierung ihrer Ziele. Die strategische Abstimmung geschieht im Vorstand und Geschäftsführenden Ausschuss. Auf der Fachebene werden die Themen von den Fach- und Teilbereichen bearbeitet.

Aktuelles aus der Freien Wohlfahrtspflege Bayern

Pressemitteilung zum Weltflüchtlingstag

2019-06-20_Pressemitteilung_Weltfluechtlingstag.pdf

Fachtage "Finanzierungssytem der neuen Pflegeausbildung"

Finanzierung_nach_dem_PflBG_aus_Sicht_des_Pflegeausbildungsfonds_Bayern__PPP_.pdf

Soziale Herausforderungen europäisch angehen

Pressemitteilung:

 

Soziale Herausforderungen europäisch angehen:

• Teilhabe am sozialen Leben sicherstellen

• Freiwilligendienste müssen ausgebaut werden

• Bayern: 10.000 Pflegekräfte gehen in den nächsten 15 Jahren in den Ruhestand

 

München, 02.05.2019 – „Die Freie Wohlfahrtspflege Bayern schätzt die Europäische Union als einzigartiges Friedensprojekt, das zu einer hohen Lebensqualität für alle Menschen in Europa beitragen kann, so die Vorsitzende der Freien Wohlfahrtspflege Bayern, Brigitte Meyer.

 

„Ziel der Freien Wohlfahrtspflege ist es, eine würdevolle und rechtssichere Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen“, führte die Präsidentin der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, Gerda Hasselfeldt, aus. „Dafür bedarf es europäischer Mindeststandards und Rahmenbedingungen um die soziale Dimension Europas weiter auszubauen.“

 

„Die Einführung von Sozialstandards in allen europäischen Staaten ist unumgänglich um der armutsbedingten Migration und die Wanderung in die Sozialsysteme anderer Länder nachhaltig entgegenzuwirken“, so Hasselfeldt. Die Freie Wohlfahrtspflege Bayern fordert daher, das in Deutschland etablierte System der Freien Wohlfahrtspflege, auf Grundlage des Subsidiaritätsprinzips mit einer Vielzahl von gemeinnützigen Trägern als zuverlässige Säule der sozialen Grundsicherung, anzuerkennen und zu stärken.

 

Freiwilligendienste, als besondere Form bürgerschaftlichen Engagements und der Jugendbildungsarbeit, müssen noch stärker gefördert werden. „Diese spielen eine zentrale Rolle bei der Mitwirkung und Mitgestaltung von gesellschaftlichen und sozialen Entwicklungen“, so Meyer.

 

Zivilgesellschaftliches Engagement muss gefördert werden, regionale und internationale Freiwilligendienste in sozialen Handlungsfeldern sind (klar abgegrenzt von Instrumenten der Arbeitsmarktpolitik) weiter zu entwickeln und auszubauen. Freiwillige leisten einen wichtigen Beitrag zur europäischen Verständigung und zum gegenseitigen Verständnis. „Freiwilligendienste helfen, Engagement im weiteren Lebensverlauf zu fördern und leisten damit auch über den eigentlichen Freiwilligendienst hinaus einen wertvollen Beitrag zur Gestaltung der Zivilgesellschaft“, so Meyer.

 

Die vorhandenen Arbeitskräfteressourcen in Europa müssen europaweit besser genutzt und durch europäische Programme gezielter gefördert werden. Dies dient der Linderung z. B. des Personalnotstandes in der Pflege in Bayern und Deutschland und kann gleichzeitig ein wirkungsvoller Beitrag zur Reduzierung der enorm hohen Jugendarbeitslosenquoten in Südeuropäischen Ländern darstellen. „An erste Stelle muss der Spracherwerb als wichtigster Faktor gelungener Integration stehen“, so Meyer. Alleine in Bayern werden innerhalb der nächsten 15 Jahre über 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegeeinrichtungen in den Ruhestand gehen.

 

Die Mitgliedsverbände der Freien Wohlfahrtspflege Bayern sind Betreiber von über 17.000 Einrichtungen mit 250.000 hauptamtlichen und 150.000 ehrenamtlich Engagierten. 760.000 Menschen nehmen Angebote der Freien Wohlfahrtspflege wahr.

2019: Vorsitzwechsel bei der Freien Wohlfahrtspflege Bayern

Freie Wohlfahrtspflege setzt 2019 Schwerpunkte auf Pflege, Integration und Ehrenamt

 

BRK-Vizepräsidentin Meyer: Zusätzliches Personal muss auf Fachkraftquote angerechnet werden

 

Diakoniepräsident Bammessel sieht noch großen Bedarf bei Armuts- Bekämpfung

 

München, 22. Januar 2019

 

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) hat für das Jahr 2019 turnusgemäß die Federführung in der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Bayern (LAG FW) übernommen. Die Vizepräsidentin des BRK, Brigitte Meyer, übernahm den Vorsitz von Pfarrer Michael Bammessel, Präsident des Diakonischen Werks Bayern.

 

Bei einem Pressegespräch am Dienstag, 22. Januar, stellte Meyer wichtige Forderungen der Wohlfahrtsverbände im Bereich Pflege und Integration vor. Die BRK-Vizepräsidentin kritisierte das vom Bundesgesundheitsministerium eingeführte Pflegepersonal-Stärkungs-gesetz, das seit Jahresbeginn gilt. Nur neu eingestellte Pflegefachkräfte würden ab 1.1.2019 finanziert, nicht aber Pflegekräfte, die bereits im Herbst 2018 eingestellt wurden. Diese zusätzlichen Pflegekräfte dürften auch nicht in die Berechnung der Fachkraftquote einbezogen werden und erhöhten letztlich die Fachkraftquote in Bayern. „Wir fordern die Anerkennung aller über den Pflegesatz hinaus beschäftigten Pflegefachkräfte als ‚zusätzliche Pflegekräfte‘ und die Rücknahme der Festlegung, dass die ‚zusätzlichen Pflegefachkräfte‘ bei der Berechnung der 50-Prozent-Fachkraft-quote nicht mit einbezogen werden dürfen“, sagte Meyer.

 

Im Blick auf das Fachkräfteeinwanderungsgesetz forderte Meyer bei der Anwerbung ausländischer Fachkräfte unkomplizierte und schnelle Verfahren. Die Visaerteilung und die Verfahren zur Prüfung der Unterlagen dauerten viel zu lange. So müssten noch eine ganze Reihe von Hürden abgeschafft werden, zum Beispiel die Altersbeschränkung von 25 Jahren bei Beginn der Ausbildung. Das BRK setze sich für den Zugang aller zu Ausbildungsmöglichkeiten ein, insbesondere wenn unklar ist, ob die Personen ausreisen müssen oder können.

 

Beim Thema Integration sehen die Wohlfahrtsverbände durch die Einrichtung von Ankerzentren eine Verschlechterung der Geflüchteten in vielerlei Hinsicht, so führten etwa die hohe Konzentration von Geflüchteten und die lange Verweildauer zu mehr Konflikten und mehr Polizeieinsätzen. Besonders schutzbedürftige Personen, wie die der kranken Menschen, Frauen und Kinder, würden häufig zu spät identifiziert und mangelhaft berücksichtigt. Auch das Kindeswohl sei unter den Bedingungen extrem gefährdet. Die BRK-Vizepräsidentin begrüßte die Finanzierung einer bundesweiten Verfahrensberatung, wies aber darauf hin, dass diese Beratung unbedingt behördenunabhängig erfolgen müsse.

 

Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt sind ganz starke Säulen unserer Gesellschaft“, betonte Meyer. Dies habe sich gerade kürzlich wieder in der „Schneekatastrophe“ gezeigt. Das Miteinander von Ehrenamt und Hauptamt zähle zu den größten Stärken der Wohlfahrtsverbände. Die Palette des Engagements sei bunt gefächert – von der Kinder- und Jugendarbeit bis zu den Hospizvereinen und der Seniorenarbeit. Das BRK wolle in diesem Jahr die ganze Band-breite des ehrenamtlichen Engagements in den Blick der öffentlichen und politischen Wahrnehmung rücken.

 

Der Präsident des Diakonischen Werks Bayern, Michael Bammessel, zog eine positive Bilanz der Arbeit der Wohlfahrtsverbände im vergangenen Jahr. Der Schwerpunkt auf „Armut im reichen Bayern“ habe mit vielen regionalen Veranstaltungen und der bayerischen Armutskonferenz im Sommer 2018 in München die Armutsproblematik in den Blick von Politik und Öffentlichkeit gerückt. „Es kann heute niemand mehr behaupten, es gäbe diese Probleme in Bayern nicht“, so Bammessel. Das Programm des ersten Kabinetts unter Söder habe im Frühjahr milliardenschwere Pakete für soziale Maßnahmen wie Familiengeld und Pflegegeld enthalten. Es sei jedoch ein „Trauerspiel“, dass die Frage nach der Anrechnung des Familiengeldes auf Hartz IV oder Sozialhilfe zwischen Berlin und München auf dem Rücken der Bedürftigen ausgetragen würde. Insgesamt bleibe die Armutsfrage im neuen Koalitions-vertrag eher ein Randthema. „Wir können nur hoffen, dass sich die Staatsregierung über den Koalitionsvertrag hinaus auch ambitionierte Ziele für die Armutsbekämpfung setzt“, so der Diakoniepräsident.

 

Ansprechpartner

Wolfgang Obermair

Stellv. Landesgeschäftsführer

Bayerisches Rotes Kreuz

Tel.: 089-9241-1230

19. November 2018

Gemeinsam für Bayern.

Ehrenamtsnachweise 2018 verliehen. | mehr lesen?




11. Oktober 2018

Kinderrechte in Ankerzentren sichern.

Forderung der Freie Wohlfahrt in Bayern | mehr lesen?




12. September 2018

Fachtag "Zukunftsfähige teilstationäre Pflege in Bayern" (06.11.2018)

Erster Rahmenvertrag für die Tages- und Nachtpflege  | mehr lesen?




11. September 2018

Fachtag "Zukunftsfähige teilstationäre Pflege in Bayern" (25.10.2018)

Erster Rahmenvertrag für die Tages- und Nachtpflege | mehr lesen?




30. Juli 2018

Pflegeausbildung soll finanziell attraktiv für alle sein.

Wohlfahrtsverbände wollen verbindliche Standards in Bayern | mehr lesen?