14.07.2017

„Soziale Gerechtigkeit ist der Garant für sozialen Frieden“

Vorsitzender Thomas Beyer zum "Internationalen Tag der Gerechtigkeit" am 17. Juli.



„Gerechtigkeit hat immer auch eine soziale Dimension. Und sie ist messbar. So lange Menschen beispielsweise keine eigene oder keine angemessene Wohnung haben, kann von sozialer Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft nicht die Rede sein. Außerdem können sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger aus der sogenannten Mittelschicht trotz Vollzeitbeschäftigung ihre eigenen vier Wände kaum oder nicht mehr leisten“, stellt der Vorsitzende der Freien Wohlfahrt in Bayern Thomas Beyer anlässlich des Internationalen Tags der Gerechtigkeit am 17. Juli fest.

 

Alleinlebende, Ältere, Ein-Eltern-Familien, Erwerbslose, Geringverdiener, Menschen mit Migrationshintergrund, geistig und/oder körperlich Behinderte und Familien mit mehreren Kindern zählen zu den Bevölkerungsgruppen, die von Wohnungsnot besonders betroffen sind. Auch Armut und Krankheit, die sich häufig bedingen, kommen bei diesen Menschen häufiger vor als bei anderen. Eine Folge davon ist, dass sie weniger gesellschaftliche Teilhabechancen haben. Beyer: „Wer über wenig Geld verfügt und beispielsweise bei Lebensmitteln sparen muss, für den ist ein Kino-Besuch oder ein Urlaub oft unerreichbarer Luxus.“

 

Sozialer Wohnungsbau, auskömmliche Löhne und Renten, kostenlose Bildungsangebote für alle, Beratung für Verschuldete, inklusive Angebote für körperlich und/oder psychisch Beeinträchtigte, ausreichend Betreuungsangebote für Kinder: „All das muss es nicht nur flächendeckend, sondern auch für jeden und im doppelten Sinne des Worts zugänglich geben“, erklärt Beyer. Für ihn steht fest: „Soziale Gerechtigkeit ist der Garant für sozialen Frieden.“